DIALOG der FORMEN
BartolomeyBittmann
progressive strings
Donnerstag, 16. Juli, 19:30 Uhr
Pfarrkirche St. Ägid Altaussee
Stimmen
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Best of BB
Nach dem großen Erfolg ihres letzten preisgekrönten Albums
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Matthias Bartolomey - das Cello
© S. Doleschal
Wenn man BartolomeyBittmann mit nur einem Gesicht oder einem Zeichen beschreiben müsste, dann wäre das der Löwenkopf am Cello von David Tecchler. Das Violoncello von Matthias Bartolomey ist das älteste Instrument im Ensemble und wurde 1727 in Rom gebaut. Die tiroler Wurzeln des Geigenbauers David Tecchler, der im frühen achtzehnten Jahrhundert in Rom Karriere macht, deckt sich mit den familiären tiroler Wurzeln von Matthias Bartolomey. Das Instrument besticht durch seine enorme Vielfalt an gleichwertig vorhandenen Klangcharakteren. Lyrische Gesanglichkeit, in Melodie und Motivik, lassen sich ebenso verwirklichen, wie bedingungslose pulsierende Rockgrooves. In dieser Kompetenz stellt dieses außergewöhnliche Streichinstrument, in der Verbindung mit seinem Musiker, das gesamte Klangspektrum und Musikbedürfnis von BartolomeyBittmann in einem Klangkörper dar. Die direkte Verbindung zwischen 1727 und 2022, die das Instrument als solches ausmachen, prägen, fördern und fordern den Musiker Matthias Bartolomey und machen ihn zu dem Instrumentalisten, der er ist. Ohne diese Kraft, die der Löwenkopf am Cello von David Tecchler innehat, wäre BartolomeyBittmann undenkbar.
Klemens Bittmann - Violine
© S. Doleschal
Klemens Bittmann spielt eine Violine von Josephus Pauli aus dem späten achtzehnten Jahrhundert. Josephus Pauli war Geigenbaumeister, der in der traditionellen Wiener Geigenbauschule seine Ausbildung genossen hat. Als Schüler und Lehrling in der Geigenbauwerkstatt der etablierten und renommierten Geigenbau Dynastie-Familie Thier, hat der junge Pauli einen Fauxpas begangen: Er hat ohne Zustimmung seines Meisters, offensichtlich privat, Arbeiten angenommen und erledigt, was nicht unentdeckt blieb. Für diese „Pfusch-Tätigkeit“ wurde er nicht nur aus der Werkstatt entlassen, sondern auch gleich der Stadt Wien verwiesen. Der junge Pauli fügt sich aber nicht seinem Schicksal, sondern zieht voll Selbstvertrauen nach Linz, etabliert sich als erfolgreicher Geigenbaumeister, mit eigener Werkstatt, in der Linzer Innenstadt. Sein unternehmerischer Erfolg zeigt sich auch im Erwerb einer eigenen Werkstätte, samt Wohnhaus, bereits im frühen neunzehnten Jahrhundert. Dieser Geist des Aufbruchs und des mutigen, kraftvollen Entdeckens steckt auch in diesem Instrument, der Pauli-Geige. Es ist für Klemens Bittmann ein erlebbares Faktum, dass diese Kraft und dieser Charakter des Gegenbaumeisters Josephus Pauli ihn auch in seiner geigerischen Tätigkeit bei BartolomeyBittmann begleitet und inspiriert.
Die Mandola
Das Bedürfnis und die Suche nach Harmonien und aktivem Akkordspiel hat Klemens Bittmann immer fasziniert. Als Streicher, speziell als Geiger, ist man im Vergleich zu den typischen Akkordinstrumenten, eher limitiert, ohne dabei eine Wertung abgeben zu wollen. Gerade diese Sehnsucht nach harmonischem Denken und akkordischem Agieren liegt wahrscheinlich auch darin begründet, dass die musikalischen Vorbilder und Helden von Bittmann, vor allem Akkordinstrumentalisten waren, eben Gitarristen und Pianisten. Aber auch die zusätzliche Möglichkeit, zu seinem eher melodie- und solistisch orientiertem geigerischen Dasein, ein Begleitinstrument zu erlernen und zu spielen, war ihm künstlerisch und praktisch sehr wichtig. Klemens Bittmann empfindet das abwechselnde Spielen von zwei so unterschiedlichen Instrumenten als eigenständige und gleichwertige Rollenverteilung, besondere Herausforderung und als verinnerlichte Klangergänzung. Es ist für ihn als Violonist und Mandolaspieler ebenbürtig in zwei Rollen abwechselnd musikalisch agieren zu können. Das zeigt sich nicht nur im aktiven Tun auf der Bühne, sondern und vor allem auch in seiner Rolle als Komponist bei BartolomeyBittmann. Das Komponieren mit der Mandola, die den Cellisten mehrheitlich begleitet und mit Akkorden umspielen kann, verstärkt die unterstützenden und zuhörenden Anteile des gemeinsamen Entwickelns im Ganzen.
Als Instrument betrachtet ist Bittmanns Mandola ein Unikat, dessen Grundidee und instrumental musikhistorische Wurzel in der Cistern-Familien des sechzehnten Jahrhunderts zu finden ist. Auch in diesen damaligen Instrumentenvariationen gab es immer wieder die geigenähnliche Quintstimmung und tränenförmige Korpusform, die sich mit diesem neu entwickelten Mandola-Instrument, und der Idee dahinter, deckt. Die Konzeption dieses Instruments entspringt dem Bedürfnis eines Geigers nach einem gitarrenähnlichen, möglichst praktisch orientiertem, Akkord-Instrument. Das Denken auf der Mandola, wenn es um Skalen und Akkorde geht, ist dem Denken eines Geigers auf seinem bundlosen Griffbrett gleich. Das Spielen der Mandola und die klangästhetischen Möglichkeiten sind sehr am gitarristischen Musizieren unserer Zeit orientiert. So bewegt sich das Mandolaspiel von Klemens Bittmann bewusst, aus der Renaissancezeit, als Geburtsstunde der Instrumentenfamilie heraus, hin zu einem modernen, seinen persönlichen Klangansprüchen entsprechendem Bedürfnis.
Es hat für Bittmann etwas länger gedauert, aber nach seiner Studienzeit in Graz und Paris, hat er mit Markus Kirchmayr, in Natters in Tirol, einen Instrumentenbauer gefunden, der beide Welten miteinander verbinden kann. Als Restaurator barocker Lauten und Gitarren kennt er die akustischen Klangkörper und Charaktere dieser Ära, als passionierter Gitarrist und Gitarrenbauer, versteht Kirchmayr zugleich die instrumentaltenischen Bedürfnisse der jetzigen Generation. Gerade diese Qualität des verbindenden Planens und Instrumentenbauens gab, Klemens Bittmann als Musiker BartolomeyBittmann – progressive strings www.bartolomeybittmann.at und Markus Kirchmayr als Instrumentenbauer, die Möglichkeit ein Instrument zu entwickeln, das die beiden „Mandola“ genannt haben, weil dieser Name treffender ist, als die Bezeichnung „fünfsaitige Cister in Quintstimmung“.
Als Instrument betrachtet ist Bittmanns Mandola ein Unikat, dessen Grundidee und instrumental musikhistorische Wurzel in der Cistern-Familien des sechzehnten Jahrhunderts zu finden ist. Auch in diesen damaligen Instrumentenvariationen gab es immer wieder die geigenähnliche Quintstimmung und tränenförmige Korpusform, die sich mit diesem neu entwickelten Mandola-Instrument, und der Idee dahinter, deckt. Die Konzeption dieses Instruments entspringt dem Bedürfnis eines Geigers nach einem gitarrenähnlichen, möglichst praktisch orientiertem, Akkord-Instrument. Das Denken auf der Mandola, wenn es um Skalen und Akkorde geht, ist dem Denken eines Geigers auf seinem bundlosen Griffbrett gleich. Das Spielen der Mandola und die klangästhetischen Möglichkeiten sind sehr am gitarristischen Musizieren unserer Zeit orientiert. So bewegt sich das Mandolaspiel von Klemens Bittmann bewusst, aus der Renaissancezeit, als Geburtsstunde der Instrumentenfamilie heraus, hin zu einem modernen, seinen persönlichen Klangansprüchen entsprechendem Bedürfnis.
Es hat für Bittmann etwas länger gedauert, aber nach seiner Studienzeit in Graz und Paris, hat er mit Markus Kirchmayr, in Natters in Tirol, einen Instrumentenbauer gefunden, der beide Welten miteinander verbinden kann. Als Restaurator barocker Lauten und Gitarren kennt er die akustischen Klangkörper und Charaktere dieser Ära, als passionierter Gitarrist und Gitarrenbauer, versteht Kirchmayr zugleich die instrumentaltenischen Bedürfnisse der jetzigen Generation. Gerade diese Qualität des verbindenden Planens und Instrumentenbauens gab, Klemens Bittmann als Musiker BartolomeyBittmann – progressive strings www.bartolomeybittmann.at und Markus Kirchmayr als Instrumentenbauer, die Möglichkeit ein Instrument zu entwickeln, das die beiden „Mandola“ genannt haben, weil dieser Name treffender ist, als die Bezeichnung „fünfsaitige Cister in Quintstimmung“.